Gesellschaft der Feuerschützen Basel: Tradition im permanenten Wandel

Einleitung
Die 1466 von den Basler Zünften gegründete Gesellschaft der Feuerschützen wirkt bis heute als aktive Schützengesellschaft und pflegt die historischen Schützentraditionen. Zudem unterhält sie das ihr im Baurecht übertragene Schützenhaus, welches in der Region als Gastronomiebetrieb für gehobene Ansprüche geschätzt wird. Im Sommer lädt der mit Schatten spendenden Kastanienbäumen bestückte Garten zu Speis und Trank ein. Die Gesellschaft erfreut sich seit vielen Jahren einer stattlichen Anzahl Mitglieder (zurzeit über 300).

Ein Werk der Zünfte
Blenden wir zurück ins alte Basel des 15. Jahrhunderts, als der Bischof zu Basel sowohl die kirchliche als auch die weltliche Macht ausübte. Das Konzil zu Basel (1431–1449) vereinigte Persönlichkeiten und Gelehrte von nah und fern und hinterliess bleibende Spuren: 1448 erste Papiermühle am St. Alban Teich, 1458 Entstehung der Buchdruckerkunst und 1460 Gründung der Universität.

Das Handwerk und das Gewerbe prosperierten und die Zünfte, die schon im 13. Jahrhundert ihren Anfang hatten, nahmen immer mehr Einfluss auf die Geschicke der Stadt, während der Fürstbischof und der Adel allmählich an Macht einbüssten.

Durch diese gewaltfreie Kräfteverschiebung oblag schliesslich die Stadtverteidigung den Zünften. Nach dem Aufkommen des Schwarzpulvers, das erstmals 1360 im Staatsarchiv erwähnt wurde, wurden in der Folge nebst Kanonen bald auch Handfeuerwaffen (sog. Büchsen) entwickelt. Diese Waffen ergänzten die bisherigen Hieb- und Stichwaffen sowie die Armbrüste. Die Büchsengesellen wurden zu einem taktisch mobilen Korps zusammengezogen, welches rasch eingesetzt werden konnte, wo Not war. Im Rahmen dieser Entwicklung erliess der Rat 1466 die erste Schützenordnung (das Original ist im Besitz der Feuerschützengesellschaft), welche die Beschaffung der Waffen, deren Unterhalt und die Ausbildung der Schützen umschreibt. 1466 übernahmen die Zünfte die Stadtbewachung; deshalb gründeten die damaligen 15 Zünfte aus ihren Reihen die Ehrengesellschaft der Büchsenschützen (später umbenannt in E.E. Gesellschaft der Feuerschützen Basel). Das 1. Rodel umfasste 81 Mann, je 12 aus den Zünften zu Schuhmachern, Gerbern und Zimmerleuten, 11 von der Schmieden-, 10 von der Schneidernzunft sowie Einzelne aus anderen Zünften.

Der amtierende Bürgermeister nahm als Vertreter des Rats am Wahlakt der Vorgesetzten E.E. Gesellschaft der Büchsenschützen teil. Nur ein Zunftmeister oder Ratsherr konnte Oberschützenmeister werden.

Die Schiessstätte für die Büchsenschützen lag vor der alten Stadtmauer am Leonhardsgraben. Erst 1498 stellte der Rat der Gesellschaft «draussen vor dem Spalentor beim Teuchelweiher» ein neues Gelände, die «Schützenmatte», zur Verfügung, welche dann vier Jahrhunderte lang Basels Schiessplatz blieb.

Das Schützenhaus: Zentrum der Begegnung
Das Schützenhaus entstand von 1561 bis 1564. Der Haupttrakt ist noch heute unverändert; erst 1915 erfolgte der Anbau des Gartensaales und 1951 der nördliche Trakt für Küche und Wohnung. In den bald 500 Jahren seines Bestehens erlebte das Haus überaus stürmische Zeiten und musste teils grosse Gefahren überstehen. Bei Überschwemmungen der unteren Stadt diente das Schützenhaus verschiedentlich als Lagerstätte, während der Französischen Revolution vorübergehend auch als Truppenunterkunft. Der Schiessplatz vor dem Haus musste 1860 wegen der Elsässerbahn 200 Meter nach Westen verschoben werden. 1898 beschloss der Regierungsrat, dass die Schiessanlage Schützenmatte, nach 400 Jahren Schiessbetrieb, geschlossen werden müsse. Hinter dem Allschwilerweiher, im sogenannten «Sauwinkel», fand man einen neuen Standort für den Schiessplatz, weit vor der Stadt. Die urbane Entwicklung und neue Gesetze zwangen die Feuerschützen und die übrigen Schützenvereine in den 1980er-Jahren zur Planung einer umfassenden Sanierung der Anlage. 1991 kam die Vorlage zur Sanierung des Schiessplatzes zur Abstimmung und wurde vom Volk abgelehnt. Für wenige Jahre ermöglichten es Übergangsbestimmungen, den Schiessbetrieb in reduziertem Umfang aufrechtzuerhalten. 2008 folgte die Schliessung und im Jahr 2013 der Teilabriss der altehrwürdigen Gemäuer. Nach gut 100 Jahren blieb den Basler Schützen als einzige Lösung, wieder umzuziehen. Diesmal noch weiter vor die Stadt in die Schiesssportanlage in der Lachmatt bei Muttenz.

Das Schützenhaus behielt aber seine Funktion als Begegnungsstätte. Eigentümer des Grundstücks ist die Stadt Basel. Es konnte ein Baurechtsvertrag bis 2076 abgeschlossen werden, demzufolge das Schützenhaus als Wirtshaus erhalten bleiben muss. Die Gesellschaft der Feuerschützen hat die Kosten für Renovation und Unterhalt zu tragen.

Die Renovationen in neuerer Zeit erfolgten 1961/ 1962 mit der Wiederherstellung des Schützensaales im 1. Stock in seiner ursprünglichen Gestalt und 1986 bis 1991 mit der Erneuerung des Daches, der Neugestaltung der Terrasse mit Unterkellerung für Gesellschaftsarchiv und Ausstellungsraum sowie mit der Fassadenrenovation. Vorgeschriebene Umbauten wie der Einbau eines Liftes und einer behindertengerechten Toilette mussten auch vorgenommen werden. Das Schützenhaus steht unter kantonalem und eidgenössischem Denkmalschutz und zählt zu den bedeutendsten Basler Baudenkmälern der Renaissance.

Der Schützenknecht
Seit dem 17. Jahrhundert sorgt der Schützenknecht für das leibliche Wohl der Gäste im Schützenhaus. Ursprünglich stand er in einem engen Abhängigkeitsverhältnis, indem er zum Beispiel den Wein aus Erträgen der Gesellschaft übernehmen musste und die Schützen besonders günstig zu bewirten hatte. In neuerer Zeit sind die Beziehungen partnerschaftlicher geworden. Die Gesellschaft ist interessiert an einem einwandfreien Betrieb und einer entsprechenden Nutzung der schönen Räumlichkeiten. Dies erfordert eine starke Persönlichkeit, welche sowohl den Wünschen der Gäste als auch den Erwartungen der Gesellschaft gerecht werden kann. Das Schützenhaus wurde seit jeher durch hervorragende Gastgeber geführt, die den Ruf des einzigartigen Hauses als einer ausgezeichneten Gaststätte in Basel immer wieder bestätigten.

Kunsthistorische Prunkstücke
In den bald 600 Jahren Gesellschaftsgeschichte ist eine reiche Sammlung an kunsthistorisch wertvollem Gut entstanden. Einzigartig ist das Ensemble der 43 Glasscheiben im Schützensaal aus dem 16. und 17. Jahrhundert mit der vollständigen Reihe der Standesscheiben der 13 alten Orte. Es handelt sich um Geschenke, welche mit bedeutenden Szenen aus der Geschichte der verbündeten Orte beziehungsweise der Spenderfamilien versehen sind und speziell für diesen Schützensaal hergestellt wurden. Diese prachtvollen Scheiben können noch heute an ihrem ursprünglichen Standort bewundert werden.

Das Schenken von Glasscheiben war in jener Zeit stark verbreitet; sie dokumentieren mit ihrer Überfülle an Malerei das blühende Bürgertum. Das Ensemble im Schützenhaus blieb als einzige Sammlung am ursprünglichen Platz erhalten. Ähnliche Bestände in Zunfthäusern wurden leider aufgegeben, unter anderem auch, weil der Unterhalt und die Restauration dieser Glasscheiben sehr aufwendig sind. Aus Anlass des 525-Jahr-Jubiläums hat die Gesellschaft einen Kunstband über diese einmalige Glasbildersammlung herausgegeben, der auch in Fachkreisen hohes Lob erhielt. Bei den Renovationen im Schützensaal 1961 wurden unter anderem auch die Grisaillemalereien von 1562 wiederentdeckt.

Im Ausstellungsraum können Teile unserer Schätze besichtigt werden. Wir zeigen wertvolle alte Schriften und Stiche, auch die älteste Schützenordnung der Schweiz, sowie einzigartige Silberpokale und die Silberbestecke der Vorgesetzten. Noch heute ist jeder Vorgesetzte verpflichtet, der Gesellschaft ein Silberbesteck mit seinem eingravierten Familienwappen zu schenken. Viele Gesellschafter beehren uns mit einer Stabelle, auf welcher das Familienwappen eingeschnitzt ist. Bei hohen Gesellschaftsanlässen wird dann sowohl das Silberbesteck aufgetragen als auch die persönliche Stabelle herausgegeben.

1605: Grosses Gesellenschiessen auf der Schützenmatte
Das üppige mehrwöchige Fest mit Delegationen aus dem In- und Ausland zeugt von der damaligen Prosperität der Stadt und der Verbundenheit der Bevölkerung mit dem Gesellenschiessen. Zentrale Figur war der Pritschmeister; er sorgte für Ordnung und zitierte die Sünder mit viel Humor auf das Podest, wo er ihnen mit der Holzpritsche den Hosenboden versohlte. Dies verursachte mehr Lärm als Schmerzen. Das Original der Pritsche ist bei uns ausgestellt. Wir erhielten zum 525-Jahr-Jubiläum eine reich illustrierte Broschüre zu diesem Gesellenschiessen.

1827, 1844 und 1879 hatte unsere Gesellschaft die Ehre, auf der Schützenmatte eidgenössische Schützenfeste durchzuführen, jeweils unter riesiger Anteilnahme der hiesigen Bevölkerung.

Die Hosengabe
Gemäss der Schiessordnung von 1466 gewährte die Stadt den Büchsenschützen das Tuch für ein Paar Hosen pro Woche. Wer die Hosen gewann, konnte sie im gleichen Jahr nicht ein zweites Mal gewinnen. Dieser Beitrag dauerte bis 1887. Noch heute wird aber dieser Brauch hochgehalten: Jeden Donnerstag werden die «Hosen» ausgeschossen. Nach dem Abendessen wird bei der Rangverkündigung, dem sogenannten Absenden, der Gesellschaftshumpen herumgereicht und dem Gewinner mit Zutrunk zum Erfolg gratuliert. «Wem der Schuss am besten sass, kriegt die Hosen, wixt die Mass.»

Schiessen heute
Nach alter Tradition beginnt die Schiesssaison im Monat April und endet im Monat September. Die aktiven Feuerschützen treffen sich im Stand in der Schiesssportanlage in der Lachmatt jeweils am Donnerstag von 16.30 bis 19.30 Uhr und schiessen auf 300 Meter, 50 Meter und 25 Meter. Auf die Stiche «Kunst» oder «Glück» werden neben den schon erwähnten «Hosen» zahlreiche Legate, von edlen Spendern gestiftet, ausgeschossen. Anschliessend an die Schiessübung findet im Schützenhaus nach dem gemeinsamen Abendessen das Absenden statt. Der Schützenmeister vom Tag verliest die Rangliste mit den Resultaten. Kameradschaftliches Beisammensein beschliesst den Feuerschützen-Donnerstag.

Für jeden Feuerschützen ist es Ehrensache, das obligatorische Bundesprogramm sowie das Eidgenössische Feldschiessen für unsere Gesellschaft zu schiessen.

Als ständige Gastsektion versammeln sich am Mittwoch vor Martini die Feuerschützen zum traditionellen historischen Rütlischiessen. Kurz darauf findet alljährlich am 15. November das historische Morgartenschiessen statt. Im Winterhalbjahr trainieren die Schiesssportler im Dachgeschoss des Schützenhauses auf einer zeitgemässen 10-Meter-Anlage und gelegentlich auch in der Druckluftschiessanlage im Gellert-Schulhaus. Als weiteres Angebot findet im Winterhalbjahr ein Training mit Gewehr, liegend und kniend, in einer Laser-Schussanlage statt.

Selbstverständlich treffen sich die Feuerschützen auch ausserhalb der Schiesssaison jeweils zum gemeinsamen Donnerstagsabendessen und geselligem Beisammensein.

Jedes Jahr im Frühling beginnen die Jungschützenkurse, in denen interessierte Jungerwachsene von 17 bis 20 Jahren von ausgebildeten Jungschützenleitern in die Schiessfertigkeit eingeführt werden. Auf diese Art versuchen wir junge Menschen für das sportliche Schiessen und die Feuerschützen zu begeistern. Mögliche Kandidaten für die Jungschützenkurse zu finden, ist aber oft eine grosse Herausforderung. Neben der Mund-zu-Mundpropaganda durch die Gesellschafter zählen wir auch auf die Zünfte und Gesellschaften der Stadt. Die neu eingetretenen jüngeren Gesellschafter werden bis zum 25. Altersjahr so unterstützt, dass sie weder Auslagen für die geschossenen Stiche noch für das trockene Gedeck im Schützenhaus haben. Dieses feine Legat wurde von Gesellschaftern geäufnet. Weitere Legate bringen Jung und Alt im Schiesswettbewerb zusammen.

Gesellschaftsanlässe
Neben dem bereits erwähnten wöchentlichen Abendessen am Donnerstag pflegen wir eine Reihe von traditionsreichen Anlässen. Das Gesellschaftsjahr beginnt im März mit der Mitgliederversammlung. Wichtigste Traktanden sind Jahresrechnung, Schiessplan und Veteranenehrung. Alle vier Jahre findet die Wahl der Vorgesetzten statt. Zu den Höhepunkten der Schiesssaison zählen der Ausmarsch in die nähere oder weitere Umgebung, verbunden mit einem Schiessen, und das Endschiessen, ein gesellschaftsinternes Schützenfest zum Abschluss der Schiesssaison. Ende Oktober heissen wir unsere Gesellschafter und ihnen nahestehende Personen am Feuerschützenball im Schützenhaus willkommen. Ein gediegener Anlass mit festlich-roher Stimmung bis tief in die Nacht hinein. Altes Silber und prächtiger Blumenschmuck zieren die Tafel und geben dem Abend einen reizvollen familiären Charakter.

An einem Donnerstag im November weist im Beisein von Delegationen befreundeter historischer Gesellschaften und der Armee das Matchessen ein reich befrachtetes Programm auf, mit der Übersicht über die besten Schiessresultate des Jahres und dem Absenden der Jahreswertungen. Nach dem traditionellen Pot au Feu und den Ansprachen erfolgt das Absenden des «Glugger-Stichs», des Sektionswettbewerbs am Endschiessen. Eine rote und eine blaue Partei, entsprechend den Farben des von jedem Schützen vor dem Schiessen gezogenen «Gluggers», kämpfen um den Sieg: Das Resultat, streng geheim gehalten bis zum Matchessen, wird von einem Schützenmeister auf launische Weise enthüllt. Die Sieger speisen auf Kosten der Besiegten, dafür lassen die Sieger die Unterlegenen nicht verdursten.

Kurz vor Weihnachten verhilft das Wildbretschiessen zum willkommenen Festtagsbraten. Ein wunderschöner Gabentisch beim Abendessen sorgt für die festliche Stimmung.

Abgeschlossen wird das Gesellschaftsjahr mit dem Vorgesetztenmähli, zu dem jeweils Gäste aus Politik und Wirtschaft sowie Zünfte eingeladen werden.

Hommage
Wenn wir die Geschichte E.E. Gesellschaft der Feuerschützen zurückverfolgen, stossen wir immer wieder auf herausragende Persönlichkeiten, welche die Geschicke prägten, Konflikte überbrückten und den «Karren» weiterzogen. In früherer Zeit waren dies hauptsächlich Zunftmeister und Ratsherren, in den letzten 100 Jahren vermehrt Persönlichkeiten aus Gewerbe und Wirtschaft. Es ist deshalb nicht nur eine glückliche Fügung, dass die Gesellschaft das reiche kulturhistorische Gut bewahren konnte. Ein enormer Wille und persönlicher Einsatz stecken hinter dieser Aufgabe. Zudem benötigt der Unterhalt eines solchen Baudenkmals sehr hohe Mittel, die wir ohne die grosszügigen Legate unserer Gesellschafter nicht aufbringen könnten. Die heutigen Strukturen und das Wirken einer lebendigen Gesellschaft übertragen sich auch auf die Reputation des Schützenhauses. Für alle Fragen des Unterhalts und der Erneuerung stehen aus eigenen Reihen jederzeit kompetente Fachleute zur Verfügung.

Chronik
Die Chronik ist unsere Gesellschaftspublikation und erscheint sechs Mal im Jahr. Neben den Schiessresultaten werden Erlebnisberichte von verschiedenen Anlässen, wichtige Reden, runde Geburtstage von Gesellschaftern und vieles mehr verfasst. Von besonderem Interesse sind jeweils auch redaktionelle Beiträge der Oberschützenmeister zu aktuellen Fragen der gesellschaftlichen Entwicklung und des Schiesswesens.

Die Chronik wird auch ausserhalb unserer Gesellschaft aufmerksam gelesen. Darüber hinaus bedienen wir die Gesellschafter und eine breite Öffentlichkeit über eine Webseite (www.feuerschuetzen.ch) mit Informationen über unsere Gesellschaft und mit Angaben zum Jahresprogramm.

Die Gesellschaftsfinanzen
Die Gesellschaft der Feuerschützen betreibt einen ansehnlichen Finanzhaushalt. Dabei wird klar unterschieden zwischen den Aktivitäten als Schützengesellschaft und dem Betrieb des Schützenhauses.

Die Legate
Legate aus den Reihen der Gesellschafter haben eine ganz besondere Bedeutung. Sie können in bar oder als Sachgabe gestiftet werden: Immer sind sie Ausdruck besonderer Verbundenheit mit der Gesellschaft. Es ist die vornehmste Aufgabe des Säckelmeisters, die Vielzahl der Legate dem Stifterwillen entsprechend zu verwalten und dafür zu sorgen, dass sie erhalten bleiben beziehungsweise erneuert werden.

Finanzierung
Während die Ausstattung des Ausstellungsraumes im Schützenhaus durch spezielle Legate selbstfinanziert ist, mussten für die hohen Investitionen in den Jahren 1987–1991 (Erneuerung des Dachs, Neugestaltung der Terrasse und Renovation der Fassade) Hypotheken aufgenommen werden.

Unsere Zukunft
Zunftähnlich, aber keine Korporation
Die Gesellschaft der Feuerschützen ist zwar eine Gründung der Zünfte, sie untersteht aber nicht der Aufsicht durch den Bürgerrat und kann auch Mitglieder aufnehmen, die keiner Korporation angehören und nicht Basler Bürger sind. Wie die Zünfte pflegen wir unser Gesellschaftshaus und erbringen aus eigenen Reihen grosse Leistungen für den Erhalt dieses Baudenkmals. Die Aufnahme als Gast in den Kreis der Korporationen und des Meisterbotts ehrt die Gesellschaft und wird sehr geschätzt.

Unser Engagement
Die Gesellschaft der Feuerschützen will die weiten Bereiche ihres Engagements weiterführen. Für die einen steht der sportliche Wettkampf im Schiessen, für andere Freundschaft und Geselligkeit und für Dritte die Leidenschaft für Traditionen im Vordergrund. Die von der Mitgliederversammlung gewählten Vorgesetzten führen die Tagesgeschäfte nach den Satzungen der Gesellschaft. Wir wollen gewährleisten, dass das Erbe unserer Vorfahren auch in einer veränderten Welt seinen Sinn behält und künftigen Generationen ebenso Orientierungspunkt und Hort der Freundschaft sein wird; dazu gehört auch unsere Verantwortung für den Erhalt des Schützenhauses als historisches Baudenkmal.

Für jeden, der in der Grossregion Basel wohnt und sich für eine moderne und zeitgemässe Weiterentwicklung von Bewährtem einsetzt, lohnt sich deshalb das Engagement für die Gesellschaft im Rahmen der Feuerschützen. Wir sind attraktiv für Junge, aber auch ein beliebter Treffpunkt für Ältere. Wir freuen uns natürlich besonders über Zunft- und Gesellschaftsbrüder, welche sich als Doppelmitglied auch bei den Feuerschützen verpflichten.