Escalade Schiessen – Genf

Kampfszene: die letzten Savoyards werden über die Stadtmauern geworfen. Bild von Edouard Elzingre  im Buch: «La nuit de l'Escalade » von Alexandre Guillot, 1915

Seit Jahrhunderten ist Genf ein beliebter und erfolgreicher Handelsplatz. Im 15. Jahrhundert kamen neue Feuerwaffen, die «Arquebuse» (eine alte Art Muskete), in den Heeren zum Einsatz. Genf gründete eine Schutz Miliz von Leuten die eine solche Waffen besassen. Diese Miliz schützte die Stadt und die Genfer Bevölkerung. Sie erledigte auch verschiedene Polizeiaufgaben.

Daraufhin wurden die «Exercices de l’Arquebuse» im Jahre 1474 gegründet.

Der Erfolg von Genf wurde vom Herzog von Savoien mit Neid betrachtet. In der mondlosen und sehr dunklen Nacht vom 11. auf den 12. Dezember 1602 griff er die Stadt an. Die Angreifer versuchten mit Leitern die Stadtmauern zu erklettern (klettern = escalader) um in die Stadt einzudringen. Die Genfer Milizleute, unter ihnen auch die Arquebusiers, konnten die Stadt mit Hilfe der Bevölkerung erfolgreich verteidigen.

Die Arquebuse Genève organisiert seit mehreren Jahren ein Erinnerungsschiessen das an diesen Sieg erinnert. 2020 wurde das Escalade Schiessen der Arquebuse auf die Liste der Historischen Schiessen der Schweiz genommen.

Es handelt sich um ein Schützenfest auf Einladung wobei mit Ordonanzgewehren auf 300 M in sechser Gruppen und mit Ordonnanzpistolen auf 50 M in vierer Gruppen geschossen wird.