Die HSS-Generalversammlung vom 2. Mai 2026 im Berner Traditionsrestaurant Delle Casa war geprägt durch eine Wachtablösung an der Spitze des Dachverbandes. Alt-Regierungsrat Dr. Ueli Augsburger übergab sein Präsidentenamt an den bisherigen Sekretär und Fürsprecher Thomas Marfurt.
In einer wegweisenden Abschiedsansprache betonte der scheidende Präsident das tiefere Wesen der HSS. Augsburger bezeichnete die Historischen Schützen als lebendiges Sinnbild schweizerischer Grundwerte: Eigenverantwortung, Solidarität und Bereitschaft, für die Gemeinschaft einzustehen. Seit Jahrhunderten verkörperten die Schützinnen und Schützen das Prinzip, wonach Bürger und Bürgerinnen ihre Freiheit verantwortungsbewusst verteidigten – konfessions- und regionenübergreifend. In Zeiten erodierenden Zusammenhalts innerhalb der Gesellschaft setzten sie einen unverzichtbaren Kontrapunkt, so Augsburger.
(Die vollständige Rede Ueli Augsburgers lesen Sie hier)
Drei jahrhundertealte Schützenvereinigungen, zwei aus der Westschweiz und eine aus dem Oberwallis, sind sodann neu in den Dachverband aufgenommen worden. Es handelt sich dabei um die folgenden:
- -Société de tir de la Ville de Delémont, mit Präsident Michael Boeckle
- -Die Schützenzunft Glis, vertreten durch Zunft-Hauptmann Pius Allenbach
- -«La Noble Compagnie des Fusiliers de Neuchâtel», vertreten durch deren Capitaine Laurent Vernier
Damit wächst die Zahl der im Dachverband der Historischen Schützen Schweiz vertretenen Organisationen auf 47.
Weiter wurden an der Hauptversammlung die angepassten Statuten der HSS finalisiert. Sie sollen an der nächsten GV in Kraft gesetzt werden.
Neu in den Vorstand der HSS gewählt wurde schliesslich der Freie Journalist, Buchautor und frühere Kompaniekommandant Beni Gafner.