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Für ein Jahr Schwaderlohmeister

Andreas Meier, Mammern, Herbert Lehmann, Aarau und Alois Dähler, Salenstein-Standschützen, das sind die Schwaderlohmeister vom 80. Historischen Schwaderlohschiessen.

Den eigentlichen Auftakt machten am Sonntagmorgen nicht die Schützen, sondern der ehemalige Feldprediger aus Weinfelden, Theo Scherrer. Und dies mit einer Predigt, aus der hervorging, dass er, als ehemaliger Sturmgewehr-57 Schütze wusste, was beim Schiessen wichtig ist, um das Ziel, ein möglichst hohes Resultat, zu erreichen.  

Wenn es so viele Zuschauer hat, dass die Schützen von Weitem kaum erkennbar sind, Präsident Zürcher mit dem Schwaderlohmeitli Ronja Zürcher ebenfalls mitfiebert, dann sind diejenigen am Werk, welche das Maximum erzielt hatten und nun den Schwaderlohmeister ausmachen. Bei den Gewehrschützen waren 13 Maximumschützen am Start und als Sieger ging schliesslich Andreas Meier, von den Feldschützen Mammern hervor. Kenner der Szene wissen, mit Mammern, dem Vorjahressieger ist immer zu rechnen, sei es im Gruppenwettkampf, oder im Ausstich. Diesmal mussten sie den Gruppensieg allerdings Mauren-Berg 1 überlassen, welche einen Punkt mehr erzielten und Mammern auf Rang zwei verwiesen.

Zweimal im Ausstich

Adrian Ehrensberger, von den drittplatzierten Heckemos-Schützen konnte mit 15 Punkten im Gewehr-, und 14 Punkten im Militärwettkampf zweimal zum Ausstich antreten. Das Glück war dann allerdings nicht ganz auf seiner Seite und er musste sich jeweils mit dem 2. Rang zufriedengeben.

Aarau bei den Pistolenschützen

Es scheint so, als hätten die Pistolenschützen aus Aarau den Thurgau voll im Griff. 2025 war es Daniel Dennler, der sich Schwaderlohmeister nennen durfte heuer sein Kollege Herbert Lehmann. Sie holten sich den Titel jeweils ohne Ausstich, denn bei den Pistolenschützen ist es selten, dass mehrere Schützen dasselbe Resultat erzielen. Dies, weil ein anderes Wettkampfprogram zum Einsatz kommt als bei den Gewehrschützen. Stolz zeigte sich Pistolenchef Simon Beerli, dass 14 Nicht-Thurgauer Gruppen, von den Gast-, zu den Stammgruppen wechselten. Als Gruppensieger ging Binningen (neu Stammgruppen) hervor.

Es war absehbar

Schlecht angezogen, das geht beim Militär gar nicht, hiess es 2025 nach dem Besuch vom Armeechef Süssli. Dies hatte zur Folge, dass nicht mehr Eingeteilte, welche nicht mehr das Format eines 20jährigen haben, grösstenteils vom Wettkampf ausgeschlossen wurden. «Verdaut» haben dies die Betroffenen aber noch lange nicht. Zugang zum Militärwettkampf haben nur noch Aktive und Gastgruppen aus Zoll, Polizei, Kreiskommandos, Militärische Vereinigungen usw. Somit waren es am Sonntag nur noch 12 Militär-, und 14 Gasteinheiten am Start. Den Sieg holte sich Hptfw Dähler Alois von der Siegergruppe der Militär-Einheiten. Das heisst, dass sich Salenstein-Stand den Sieg, ob Jung oder Alt im MWK von niemandem streitig machen liess. Der letztjährige Sieger, Bruno Lorenzato gehörte diesmal zu denjenigen Schützen, welche nach den neuen Auflagen, nicht mehr antreten durften.  

Kein Thurgauer als Gardist in Rom

Der Kommandant der Päpstlichen Schweizergarde, Oberst Christoph Graf, der im Vatikan lebt, seine Wurzeln aber im Kanton Luzern hat und Schweizer ist, versuchte in seiner Festansprache die Jungen, mit Blick auf den Tisch der Schützen Hugelshofen, dahingehend zu motivieren sich als Gardist zu melden. Der Thurgau, dieses Jahr als Gastkanton in Rom, sei einer der Kantone, die keinen Gardisten stellt.

Vreny Zaugg


Bildlegenden:
Die drei Schwaderlohmeister:
Andreas Meier, Mammern (Gewehr)
Alois Salenstein-Stand (Militär)
Herbert Lehmann, Aarau (Pistole)